Was bedeutet CPT?
CPT ist eine Incoterms®-Klausel für alle Verkehrsträger und multimodale Transporte. Kosten- und Gefahrübergang liegen an unterschiedlichen Orten. Genau diese Trennung ist für Versicherung, Schadenabwicklung und Vertragsgestaltung entscheidend.
Pflichten von Verkäufer und Käufer
| Bereich | Verkäufer | Käufer |
|---|---|---|
| Beförderung | Vertrag und Kosten bis zum benannten Ort | Weitertransport danach |
| Risiko | Bis Übergabe an ersten Frachtführer | Ab dieser Übergabe |
| Zoll | Ausfuhrabfertigung | Einfuhr und Abgaben |
| Versicherung | Keine allgemeine Beschaffungspflicht | Eigene Absicherung prüfen |
Wo gehen Kosten und Risiko über?
Der benannte Ort in „CPT [Ort] Incoterms® 2020“ beschreibt regelmäßig das Ziel der bezahlten Beförderung. Der Gefahrübergang erfolgt jedoch früher, wenn der Verkäufer die Ware dem ersten vertraglich vorgesehenen Frachtführer übergibt.
CPT richtig im Vertrag angeben
Der Ort sollte so genau wie möglich bezeichnet werden, etwa Terminal, Straße und Stadt. Zusätzlich empfiehlt sich eine eindeutige Übergabestelle für den Gefahrübergang. Der Frachtführer und die Transportkette müssen zur Vereinbarung passen.
CPT im Vergleich zu CIP und DAP
CIP folgt einem ähnlichen Gefahrübergang, verpflichtet den Verkäufer aber zu einer Transportversicherung. Bei DAP trägt der Verkäufer das Risiko grundsätzlich bis zum benannten Bestimmungsort, ohne dort zu entladen.
Häufige Fragen zu CPT
Trägt der Verkäufer das Risiko bis zum Zielort?
Nein. Er bezahlt zwar die Fracht bis dorthin, das Risiko geht aber regelmäßig schon beim ersten Frachtführer über.
Muss der Verkäufer eine Versicherung abschließen?
Unter CPT besteht keine allgemeine Pflicht dazu. Eine Versicherung sollte vertraglich oder durch den Käufer organisiert werden.
Ist CPT für Seefracht geeignet?
Ja, auch für Container- und multimodale Transporte. Für reine Bord-zu-Bord-Seeverkehre können andere Klauseln passend sein.
Quelle: International Chamber of Commerce – Incoterms® 2020.