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CHEP Palette: Definition und Beispiele

Kurz erklärt

Eine CHEP-Palette ist ein wiederverwendbarer Ladungsträger aus dem Pooling-System des Unternehmens CHEP. Besonders bekannt ist die blaue Holz-Europalette mit 1.200 × 800 mm. CHEP bleibt Eigentümer der Palette; Nutzer mieten beziehungsweise verwenden sie innerhalb des vereinbarten Poolkreislaufs.

Maße und technische Daten

MerkmalCHEP-Holz-Europalette 1200 × 800 mm
Länge1.200 mm
Breite800 mm
Höhe144 mm
Leergewichtlaut CHEP ca. 25 kg
Empfohlene maximale Belastunglaut CHEP 1.000 kg
Statische Stapelbelastung auf festem Untergrundlaut CHEP höchstens 4.000 kg
Unterfahrbarkeitvierseitig

Die Werte gelten für das genannte CHEP-Modell und den aktuellen Herstellerstand. Andere CHEP-Paletten aus Holz oder Kunststoff haben abweichende Maße und Belastungswerte. Vor automatischer Lagerung oder hoher Punktlast ist die konkrete Spezifikation zu prüfen.

Warum ist die Palette blau?

Die blaue Farbgebung erleichtert die Identifikation im Warenfluss. Zusätzlich tragen CHEP-Paletten Marken- und Eigentumskennzeichnungen. Farbe allein ist jedoch kein Qualitätsnachweis; Zustand, richtige Bauart und lesbare Kennzeichnung müssen kontrolliert werden.

So funktioniert Pooling

Beim Pooling kauft der Warenversender die Palette nicht. CHEP stellt Ladungsträger bedarfsgerecht bereit, erfasst Bewegungen, sammelt sie an vereinbarten Stellen ein, prüft und repariert sie und führt sie erneut dem Pool zu.

  1. Nutzer bestellt benötigte Paletten im CHEP-System.
  2. Ware wird auf der Palette bereitgestellt und versendet.
  3. Die Bewegung beziehungsweise der Empfänger wird gemeldet.
  4. CHEP organisiert Rückführung und Sortierung.
  5. Geprüfte Paletten gelangen zurück in den Umlauf.

Dieser Prozess unterscheidet sich vom klassischen Palettentausch „voll gegen leer“. Übergabe, Meldung und Rückgabe richten sich nach dem CHEP-Vertrag.

CHEP und EPAL vergleichen

PunktCHEP-PaletteEPAL-Europalette
Systemgeschlossener Pool/Dienstleistungoffener Tausch- und Marktpool
Eigentumbleibt bei CHEPabhängig von Kauf und Vereinbarung
Erkennungtypischerweise blau und CHEP-markiertEPAL-Kennzeichnung auf Klötzen
Rückführungnach CHEP-ProzessTausch, Kauf oder Palettenkonto
Abmessung häufiges Holzmodell1.200 × 800 mm1.200 × 800 mm

Gleiche Grundmaße bedeuten nicht, dass beide Systeme beliebig austauschbar sind. Eine CHEP-Palette darf nicht ohne Freigabe wie eine freie Tauschpalette verkauft, einbehalten oder gegen eine andere Palette verrechnet werden.

Kosten, Pfand und Rückgabe

CHEP arbeitet mit nutzungs- und leistungsbezogenen Vertragsmodellen, nicht mit einem allgemein gültigen Pfandbetrag. Kosten hängen von Volumen, Laufweg, Rückführung und vereinbarten Leistungen ab. Falsch verwendete oder nicht gemeldete Paletten können zusätzliche Prozesse und Kosten auslösen.

Bei unerwartet erhaltenen blauen Paletten sollte das Unternehmen den internen Poolprozess und gegebenenfalls CHEP kontaktieren. Ein Palettenschein aus einem offenen Tauschprozess ersetzt keine CHEP-Meldung.

Prüfung vor dem Einsatz

  • Identität und Eigentumskennzeichnung lesbar?
  • Bretter, Klötze und Nägel ohne sicherheitsrelevante Schäden?
  • Oberfläche sauber und für die Ware geeignet?
  • Last gleichmäßig verteilt und innerhalb der Spezifikation?
  • Palette im System korrekt angemeldet beziehungsweise bewegt?
  • Empfänger für den CHEP-Prozess vorgesehen?

Häufige Fragen

Kann man eine CHEP-Palette kaufen?

CHEP erklärt ausdrücklich, dass seine Paletten und Behälter Eigentum des Unternehmens bleiben und nicht rechtmäßig verkauft werden können.

Ist jede blaue Palette eine CHEP-Palette?

Nein. Maßgeblich sind Marken- und Eigentumskennzeichnungen sowie der konkrete Palettentyp.

Kann man CHEP gegen EPAL tauschen?

Nicht automatisch. Es handelt sich um unterschiedliche Eigentums- und Kreislaufsysteme. Die vereinbarten Prozesse sind einzuhalten.

Fachlicher Prüfstand: 10.08.2026. Quelle: CHEP – Europalette 1200 × 800 mm. Marken- und Produktangaben gehören CHEP; technische Daten können sich ändern.

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