Wer muss Lkw-Maut bezahlen?
Entscheidend sind Fahrzeugzweck und technisch zulässige Gesamtmasse. Bei Fahrzeugkombinationen ist das Motorfahrzeug relevant; eine Mautpflicht der Kombination entsteht, wenn das Motorfahrzeug über 3,5 Tonnen liegt. Gesetzliche Ausnahmen müssen im Einzelfall geprüft werden.
Woraus setzt sich der Mautsatz zusammen?
| Faktor | Einfluss |
|---|---|
| Strecke | Gefahrene mautpflichtige Kilometer |
| CO₂-Klasse | CO₂-Kostenanteil |
| Schadstoffklasse | Luftverschmutzungskosten |
| Masse und Achsen | Tarifgruppe und Infrastrukturkosten |
Welche CO₂-Emissionsklassen gibt es?
Fahrzeuge werden in fünf CO₂-Klassen eingeordnet. Klasse 1 ist die Ausgangsklasse; bessere Klassen hängen von Fahrzeugdaten und Referenzwerten ab. Emissionsfreie Fahrzeuge fallen in Klasse 5. Einstufungen können sich über die Nutzungsdauer verändern und sollten regelmäßig geprüft werden.
Wie wird die Maut gebucht?
Automatische Erhebung erfolgt über eine On-Board Unit. Alternativ ist eine manuelle Einbuchung über Website oder App möglich. Kennzeichen, Zulassungsland, Fahrzeugdaten, Strecke und Achszahl müssen korrekt sein.
Maut in der Transportkalkulation
Mautkosten hängen von Route und Fahrzeug ab und werden häufig separat ausgewiesen oder in die Frachtrate eingerechnet. Umwege sind nicht automatisch günstiger, wenn Zeit, Kraftstoff und Fahrpersonal berücksichtigt werden.
Häufige Fragen zur Maut
Gilt die Mautgrenze ab 3,5 Tonnen?
Mautpflicht besteht grundsätzlich bei mehr als 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse, nicht bereits bei exakt 3,5 Tonnen.
Sind Handwerkerfahrzeuge befreit?
Unter bestimmten Voraussetzungen können Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen unter die Handwerkerausnahme fallen. Die konkrete Fahrt und Verwendung sind entscheidend.
Sind Elektro-Lkw dauerhaft mautfrei?
Nein, Befreiungen und Ermäßigungen sind gesetzlich befristet beziehungsweise gewichtsabhängig. Der aktuelle Rechtsstand muss geprüft werden.
Quellen: Bundesverkehrsministerium – Lkw-Maut und Toll Collect – Mauttarife.