Das Volumengewicht ist ein rechnerisches Gewicht für Sendungen, die im Verhältnis zu ihrem tatsächlichen Gewicht viel Raum beanspruchen. Transportdienstleister vergleichen es mit dem Waagegewicht und verwenden je nach Tarif häufig den höheren Wert als abrechenbares Gewicht.
Der voreingestellte Divisor 5.000 ist nur ein Beispiel, das unter anderem bei bestimmten Expressprodukten verwendet wird. Tragen Sie immer den Divisor Ihres konkreten Dienstleisters und Tarifs ein.
Volumengewicht in kg = Länge × Breite × Höhe in cm ÷ Divisor
Für mehrere identische Packstücke wird das Ergebnis mit der Anzahl multipliziert. Das tatsächliche Gesamtgewicht muss ebenfalls für alle Packstücke angegeben werden.
| Waagegewicht | Volumengewicht | Tarifgewicht bei Vergleichsmodell |
|---|---|---|
| 8 kg | 14,4 kg | 14,4 kg beziehungsweise tariflich gerundet |
| 25 kg | 18 kg | 25 kg |
| 40 kg | 40 kg | 40 kg |
Der Vergleich zeigt, warum leichte, große Kartons teurer sein können als kompakte, schwere Sendungen. Fahrzeug, Flugzeug und Umschlagtechnik werden sowohl durch Gewicht als auch durch Raum begrenzt.
80 × 60 × 50 cm, Divisor 5.000: 80 × 60 × 50 ÷ 5.000 = 48 kg. Wiegt der Karton real 18 kg, ist im Vergleichsmodell das Volumengewicht höher.
40 × 30 × 20 cm, Divisor 5.000: 4,8 kg. Bei realen 9 kg ist das Waagegewicht höher.
Je 60 × 40 × 40 cm: 60 × 40 × 40 ÷ 5.000 = 19,2 kg. Für drei Packstücke ergeben sich 57,6 kg Volumengewicht. Ob einzeln oder als Summe gerundet wird, bestimmt der Tarif.
Divisoren bilden die angenommene Dichte beziehungsweise Kapazität des jeweiligen Transportprodukts ab. Express-, Luftfracht-, Paket- und Straßentarife können unterschiedliche Werte oder völlig andere Raumgewichtsregeln nutzen. Es gibt keinen universellen Divisor für alle Anbieter.
DPD nennt für sein Express-Volumengewicht beispielsweise Länge × Breite × Höhe in cm geteilt durch 5.000 und vergleicht den Wert mit dem tatsächlichen Gewicht. Andere Dienstleister können abweichende Faktoren und Rundungen verwenden.
Volumengewicht bewertet dreidimensionalen Raum und wird häufig bei Paket und Luftfracht eingesetzt. Lademeter bewerten belegte Bodenfläche im Lkw. Beim Speditionsversand können außerdem Lademeter, Kubikmeter, frachtpflichtiges Gewicht oder Mindestwerte maßgeblich sein.
Verpackungen sollten ausreichend schützen, aber unnötige Hohlräume vermeiden. Produktgerechte Kartongrößen, zerlegte Bauteile oder konsolidierte Packstücke können Volumen senken. Dabei dürfen Schutzwirkung, Stapelbarkeit und gesetzliche Verpackungspflichten nicht leiden.
In vielen Volumengewichtstarifen ja. Maßgeblich sind jedoch Produkt- und Vertragsbedingungen.
Nur der im aktuellen Tarif des konkreten Dienstleisters genannte Divisor. 5.000 oder 6.000 dürfen nicht pauschal übertragen werden.
Viele Anbieter runden tariflich. Richtung und Stufe unterscheiden sich; der Rechner zeigt zunächst den mathematischen Wert.
Zusätzliche Preisfaktoren können Sie im Frachtkostenrechner einordnen.
Fachlicher Prüfstand: 10.08.2026. Quellenbeispiel: DPD – Volumengewicht und Rechner. Die Berechnung ist ein Planungswerkzeug und keine Tarifzusage.
Das Volumengewicht ist ein rechnerisches Gewicht für leichte, raumgreifende Sendungen. Es wird aus Länge × Breite × Höhe und einem tarifabhängigen Divisor berechnet und häufig mit dem tatsächlichen Gewicht verglichen; der höhere Wert kann abrechnungsrelevant sein.