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Volumengewicht: Definition und Beispiele

Kurz erklärt

Das Volumengewicht ist ein rechnerisches Gewicht für Sendungen, die im Verhältnis zu ihrem tatsächlichen Gewicht viel Raum beanspruchen. Transportdienstleister vergleichen es mit dem Waagegewicht und verwenden je nach Tarif häufig den höheren Wert als abrechenbares Gewicht.

Volumengewicht-Rechner

Volumengewicht: 48,00 kg · Vergleichswert: 48,00 kg
Der Divisor und die Rundung richten sich nach dem konkreten Tarif.

Der voreingestellte Divisor 5.000 ist nur ein Beispiel, das unter anderem bei bestimmten Expressprodukten verwendet wird. Tragen Sie immer den Divisor Ihres konkreten Dienstleisters und Tarifs ein.

Formel

Volumengewicht in kg = Länge × Breite × Höhe in cm ÷ Divisor

Für mehrere identische Packstücke wird das Ergebnis mit der Anzahl multipliziert. Das tatsächliche Gesamtgewicht muss ebenfalls für alle Packstücke angegeben werden.

Abrechenbares Gewicht

WaagegewichtVolumengewichtTarifgewicht bei Vergleichsmodell
8 kg14,4 kg14,4 kg beziehungsweise tariflich gerundet
25 kg18 kg25 kg
40 kg40 kg40 kg

Der Vergleich zeigt, warum leichte, große Kartons teurer sein können als kompakte, schwere Sendungen. Fahrzeug, Flugzeug und Umschlagtechnik werden sowohl durch Gewicht als auch durch Raum begrenzt.

Rechenbeispiele

Beispiel 1: großer leichter Karton

80 × 60 × 50 cm, Divisor 5.000: 80 × 60 × 50 ÷ 5.000 = 48 kg. Wiegt der Karton real 18 kg, ist im Vergleichsmodell das Volumengewicht höher.

Beispiel 2: kompakter Karton

40 × 30 × 20 cm, Divisor 5.000: 4,8 kg. Bei realen 9 kg ist das Waagegewicht höher.

Beispiel 3: drei identische Packstücke

Je 60 × 40 × 40 cm: 60 × 40 × 40 ÷ 5.000 = 19,2 kg. Für drei Packstücke ergeben sich 57,6 kg Volumengewicht. Ob einzeln oder als Summe gerundet wird, bestimmt der Tarif.

Warum unterscheiden sich Divisoren?

Divisoren bilden die angenommene Dichte beziehungsweise Kapazität des jeweiligen Transportprodukts ab. Express-, Luftfracht-, Paket- und Straßentarife können unterschiedliche Werte oder völlig andere Raumgewichtsregeln nutzen. Es gibt keinen universellen Divisor für alle Anbieter.

DPD nennt für sein Express-Volumengewicht beispielsweise Länge × Breite × Höhe in cm geteilt durch 5.000 und vergleicht den Wert mit dem tatsächlichen Gewicht. Andere Dienstleister können abweichende Faktoren und Rundungen verwenden.

Richtig messen

  1. Versandfertiges Gebinde an den äußersten Punkten messen.
  2. Ausbeulungen, Polster und Verpackung einbeziehen.
  3. Einheit prüfen: Rechner erwartet Zentimeter.
  4. Jedes unterschiedliche Packstück separat berechnen.
  5. Divisor und Rundung aus dem aktuellen Tarif übernehmen.
  6. Ergebnis mit dem tatsächlichen Gewicht vergleichen.

Volumengewicht und Lademeter

Volumengewicht bewertet dreidimensionalen Raum und wird häufig bei Paket und Luftfracht eingesetzt. Lademeter bewerten belegte Bodenfläche im Lkw. Beim Speditionsversand können außerdem Lademeter, Kubikmeter, frachtpflichtiges Gewicht oder Mindestwerte maßgeblich sein.

Kosten reduzieren

Verpackungen sollten ausreichend schützen, aber unnötige Hohlräume vermeiden. Produktgerechte Kartongrößen, zerlegte Bauteile oder konsolidierte Packstücke können Volumen senken. Dabei dürfen Schutzwirkung, Stapelbarkeit und gesetzliche Verpackungspflichten nicht leiden.

Häufige Fragen

Wird immer das höhere Gewicht berechnet?

In vielen Volumengewichtstarifen ja. Maßgeblich sind jedoch Produkt- und Vertragsbedingungen.

Welcher Divisor ist richtig?

Nur der im aktuellen Tarif des konkreten Dienstleisters genannte Divisor. 5.000 oder 6.000 dürfen nicht pauschal übertragen werden.

Wird auf ganze Kilogramm gerundet?

Viele Anbieter runden tariflich. Richtung und Stufe unterscheiden sich; der Rechner zeigt zunächst den mathematischen Wert.

Zusätzliche Preisfaktoren können Sie im Frachtkostenrechner einordnen.

Fachlicher Prüfstand: 10.08.2026. Quellenbeispiel: DPD – Volumengewicht und Rechner. Die Berechnung ist ein Planungswerkzeug und keine Tarifzusage.

Volumengewicht kurz erklärt

Das Volumengewicht ist ein rechnerisches Gewicht für leichte, raumgreifende Sendungen. Es wird aus Länge × Breite × Höhe und einem tarifabhängigen Divisor berechnet und häufig mit dem tatsächlichen Gewicht verglichen; der höhere Wert kann abrechnungsrelevant sein.


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