Was ist Meldebestand?
Die einfache Formel lautet: durchschnittlicher Verbrauch pro Zeiteinheit × Wiederbeschaffungszeit + Sicherheitsbestand. Alle Größen müssen dieselbe Zeiteinheit verwenden. Schwankungen bei Bedarf oder Lieferzeit werden über den Sicherheitsbestand berücksichtigt.
Arten und Merkmale im Überblick
| Variante oder Aspekt | Bedeutung |
|---|---|
| Tagesverbrauch | 40 Stück |
| Wiederbeschaffungszeit | 5 Tage |
| Sicherheitsbestand | 60 Stück |
| Meldebestand | 40 × 5 + 60 = 260 Stück |
Wie funktioniert der Ablauf in der Praxis?
Sinkt der verfügbare Bestand auf 260 Stück, wird nachbestellt. In einem ERP oder WMS kann der Vorgang automatisch ausgelöst werden. Reservierte, gesperrte oder bereits bestellte Mengen müssen in der Bestandslogik korrekt berücksichtigt sein.
Was ist bei Auswahl und Planung wichtig?
Ein zu niedriger Wert erhöht das Stockout-Risiko; ein zu hoher Wert bindet Kapital und Lagerfläche. Deshalb werden Verbrauch, Liefertermintreue und Losgrößen regelmäßig überprüft. Für volatile Artikel sind dynamische Parameter sinnvoller als dauerhaft feste Werte.
Einordnung in Transport und Logistik
Der Begriff steht in engem Zusammenhang mit Nachschub. Für eine belastbare Entscheidung müssen Auftrag, Ware, Strecke, Zeitfenster und Verantwortlichkeiten gemeinsam betrachtet werden.
Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon – Meldebestand.
Häufige Fragen zu Meldebestand
Ist Meldebestand dasselbe wie Mindestbestand?
Nein. Der Mindest- oder Sicherheitsbestand ist eine Reserve; der Meldebestand enthält zusätzlich den Bedarf während der Beschaffungszeit.
Kann der Meldebestand null sein?
Nur wenn keine Wiederbeschaffungszeit und keine Reserve nötig sind. In realen Lieferketten ist das selten sinnvoll.
Wie oft sollte er geprüft werden?
Bei saisonalen, volatilen oder kritischen Artikeln häufiger; sonst in einem festen Planungszyklus und bei Lieferzeitänderungen.