Wie läuft Kommissionierung ab?
Ein Auftrag wird in Positionen zerlegt, einem Lagerbereich und Bearbeiter zugeordnet und in einer festgelegten Reihenfolge abgearbeitet. Nach Entnahme werden Menge und Artikel bestätigt, Bestände aktualisiert und die Ware konsolidiert.
Kommissionierprinzipien im Vergleich
| Prinzip | Bewegung | Geeignet für |
|---|---|---|
| Person-zur-Ware | Mitarbeiter fährt oder läuft zum Lagerplatz | Flexible, manuelle Lager |
| Ware-zur-Person | Technik bringt Behälter zum Arbeitsplatz | Automatisierte Systeme und hoher Durchsatz |
| Pick-by-Robot | Roboter greift und legt Artikel ab | Standardisierte, automatisierbare Sortimente |
Einstufig oder mehrstufig?
Bei einstufiger Kommissionierung bearbeitet ein Picker den Auftrag direkt. Mehrstufige Systeme sammeln zunächst mehrere Aufträge gemeinsam und verteilen sie anschließend. Batch-, Zonen- und Wellenkommissionierung reduzieren Wege, benötigen aber eine zuverlässige Konsolidierung.
Welche Technik unterstützt den Prozess?
Pickliste, Scanner, Pick-by-Voice, Pick-by-Light und Datenbrillen führen durch den Auftrag. Ein WMS optimiert Reihenfolge, Nachschub und Bestandsbuchung. Technik kann Fehler reduzieren, benötigt aber gute Stammdaten.
Leistung und Qualität messen
Wichtige Kennzahlen sind Picks pro Stunde, Auftragsdurchlaufzeit, Weganteil, Fehlerquote und Termintreue. Eine hohe Pickleistung ist nur wertvoll, wenn Kontrolle, Ergonomie und Bestandsgenauigkeit erhalten bleiben.
Häufige Fragen zum Kommissionieren
Was ist ein Pick?
Ein Pick ist ein einzelner Entnahmevorgang für eine Auftragsposition oder definierte Menge.
Was bedeutet Null-Fehler-Kommissionierung?
Sie beschreibt das Qualitätsziel, jeden Auftrag vollständig, mengenrichtig und artikelrichtig zusammenzustellen.
Wie lassen sich Wege verkürzen?
Durch ABC-Lagerung, optimierte Routen, Batchbildung, Zonen und Ware-zur-Person-Systeme.
Quelle: Fachliche Systematik nach VDI 3590 „Kommissioniersysteme“.