Welche Größen müssen unterschieden werden?
Bruttofläche umfasst die gesamte Gebäudefläche. Netto-Lagerfläche zieht Büros, Technik und andere Nebenflächen ab. Tatsächliche Kapazität wird besser in Palettenplätzen, Behälterplätzen, Kubikmetern oder Artikelplätzen angegeben.
Einflussfaktoren
| Faktor | Auswirkung |
|---|---|
| Maximalbestand | Benötigte Stellplätze |
| Regal und Stapelhöhe | Flächen- und Raumnutzung |
| Artikelstruktur | Zugriff und Kanalverluste |
| Umschlag | Bereitstell- und Verkehrsflächen |
| Wachstum | Reserve und Erweiterbarkeit |
Kapazität systematisch berechnen
Ausgangspunkt ist der erwartete Spitzenbestand je Ladungsträger. Hinzu kommen Sperrbestände, Wareneingang, Versandbereitstellung, Leergut und Sicherheitsreserve. Danach wird geprüft, wie viele Plätze das Layout unter Einhaltung von Gängen und Brandschutz tatsächlich bietet.
Flächennutzung richtig bewerten
Eine hohe Belegungsquote ist nicht automatisch optimal. Ab etwa dauerhaft sehr hoher Belegung steigen Suchwege, Umlagerungen und Blockaden. Kennzahlen wie Kubikmeternutzung und belegbare Stellplätze ergänzen die reine Quadratmeterbetrachtung.
Zu groß oder zu klein?
Überkapazität verursacht Miet-, Energie- und Prozesskosten. Unterkapazität führt zu Außenlagern, Doppelhandling und schlechter Zugänglichkeit. Eine flexible Lagerlogistik plant Szenarien statt nur einen Durchschnittsbestand.
Häufige Fragen zur Lagergröße
Wie viel Reserve sollte eingeplant werden?
Das hängt von Wachstum, Saison, Beschaffungsrisiko und Erweiterbarkeit ab. Eine pauschale Prozentzahl ersetzt keine Szenariorechnung.
Zählt die Hallenhöhe zur Lagergröße?
Ja. Für die reale Kapazität ist der nutzbare Raum häufig wichtiger als die Grundfläche.
Was sind Blockierflächen?
Flächen, die durch Sicherheitsabstände, Stützen, Technik, Tore oder ungeeignete Geometrie nicht als Lagerplatz nutzbar sind.
Quelle: Methodische Kapazitätsplanung nach anerkannten Grundsätzen der Lager- und Layoutplanung.