Was bedeutet B2B?
Typische B2B-Geschäfte sind Rohstofflieferungen, Maschinenkäufe, Software-Abonnements, Speditionsleistungen oder Beratungsverträge. Das Geschäft kann direkt, über Plattformen oder mehrstufig über Handel und Distribution erfolgen.
| Merkmal | B2B | B2C |
|---|---|---|
| Kunde | Unternehmen | Verbraucher |
| Kaufprozess | mehrere Entscheider, Freigaben | oft einzelne Person |
| Preis | individuell, Mengenstaffeln, netto | häufig Listenpreis, brutto |
| Vertrag | Rahmenverträge, SLA, AGB | stärkerer Verbraucherschutz |
| Logistik | Paletten, Zeitfenster, EDI | Pakete, Haustürzustellung |
B2B in der Logistik
Geschäftskunden erwarten planbare Laufzeiten, strukturierte Daten und Integration in Beschaffung, Lager und Produktion. Häufig relevant sind Paletten- oder Stückgut, feste Ladestellen, Avisierung, Lieferscheine und elektronische Statusmeldungen.
Vertrieb und Einkauf
Entscheidungen basieren meist auf Gesamtkosten, Qualität, Lieferfähigkeit, Compliance und Service. Ein niedriger Einzelpreis ist weniger wichtig, wenn Ausfälle, Bestände oder Nacharbeit steigen. Angebote sollten Leistungsumfang, Laufzeit, Mengen, Haftung und Änderungsprozess klar festlegen.
Rechtliche Einordnung
Nach § 14 BGB ist Unternehmer, wer beim Rechtsgeschäft in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt. Ob ein konkretes Geschäft B2B ist, richtet sich also nach Rolle und Zweck – nicht allein nach Rechtsform oder verwendeter E-Mail-Adresse.
Häufige Fragen
Kann eine Privatperson Unternehmer sein?
Ja, wenn sie beim konkreten Geschäft gewerblich oder selbstständig beruflich handelt.
Ist B2B immer Großhandel?
Nein. Auch Dienstleistungen, Software, Transport und Einzelanfertigungen können B2B sein.
Gilt Widerrufsrecht im B2B?
Das gesetzliche Verbraucherwiderrufsrecht gilt grundsätzlich nicht allein deshalb, weil ein Vertrag online geschlossen wurde. Vertrag und Einzelfall bleiben zu prüfen.
Rechtsgrundlage: § 14 BGB – Unternehmer. Fachlicher Prüfstand: 11.08.2026; keine Rechtsberatung.