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C2C: Definition und Beispiele

C2C bedeutet „Consumer-to-Consumer“ und bezeichnet Geschäfte zwischen Privatpersonen. Typische Beispiele sind der Verkauf gebrauchter Waren, private Auktionen oder die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten über digitale Plattformen.

Wie funktioniert C2C?

Eine Plattform bringt Anbieter und Interessenten zusammen, stellt Suche, Nachrichten, Zahlung oder Bewertung bereit und ist häufig nicht selbst Verkäufer. Vertragspartner sind grundsätzlich die beiden Privatpersonen. Ob jemand rechtlich noch privat oder bereits unternehmerisch handelt, hängt jedoch vom tatsächlichen Umfang und Auftreten ab – nicht allein von der gewählten Kontoeinstellung.

MerkmalC2CB2C
AnbieterPrivatpersonUnternehmen
KäuferPrivatpersonVerbraucher
typischer KanalKleinanzeigen, Marktplatz, AuktionOnlineshop, Filiale, App
Verbraucherrechtenicht automatisch wie beim Händlerkaufgesetzliche Verbraucherschutzregeln
Versandindividuell vereinbartstandardisierter Prozess

Versand und Zahlung

Vor dem Abschluss sollten Artikelzustand, Preis, Versandart, Kosten und Zahlungsweg eindeutig feststehen. Für den Versand sind stabile Verpackung, vollständige Adressdaten und eine nachvollziehbare Sendungsnummer sinnvoll. Bei wertvollen Gütern sollten Haftungsgrenzen und Versicherungsumfang des gewählten Dienstes geprüft werden.

Risiken im C2C-Handel

  • unklare Identität oder manipulierte Zahlungsnachweise
  • abweichender Zustand der Ware
  • unzureichende Verpackung und Transportschäden
  • gefälschte Links oder Kommunikation außerhalb der Plattform
  • Unklarheit darüber, ob tatsächlich privat gehandelt wird

Häufige Fragen

Ist C2C dasselbe wie P2P?

Die Begriffe überschneiden sich. P2P betont die direkte Verbindung gleichgestellter Teilnehmer; C2C bezeichnet speziell Verbraucher-zu-Verbraucher-Geschäfte.

Gibt es bei C2C ein Widerrufsrecht?

Bei einem echten Privatverkauf besteht grundsätzlich nicht das gesetzliche Widerrufsrecht eines Verbrauchervertrags. Plattformregeln oder freiwillige Zusagen können zusätzliche Rechte schaffen.

Wer trägt das Versandrisiko?

Das hängt von Vertrag, Rechtsstellung der Parteien und Übergabe ab. Bei Streitfällen ist eine individuelle rechtliche Prüfung erforderlich.

Quelle: EU-Kommission – Leitlinien zu Online-Marktplätzen. Fachlicher Prüfstand: 11.08.2026; keine Rechtsberatung.

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