Was ist eine Kategorie?
Eine Kategorie umfasst Angebote, die Kundinnen und Kunden als zusammengehörig oder austauschbar wahrnehmen. Händler tragen die Entscheidungshoheit; Hersteller können Markt-, Produkt- und Nutzungswissen beitragen. Die Zusammenarbeit muss transparent und kartellrechtskonform bleiben.
Der Category-Management-Prozess
| Schritt | Kernfrage |
|---|---|
| 1. Definition | Welche Produkte erfüllen dasselbe Bedürfnis? |
| 2. Rolle | Welche Bedeutung hat die Kategorie? |
| 3. Bewertung | Wie kaufen Shopper, wie entwickelt sich der Markt? |
| 4. Ziele | Welche messbaren Ergebnisse werden angestrebt? |
| 5. Strategie | Wie soll die Kategorie wachsen? |
| 6. Taktiken | Sortiment, Platzierung, Preis und Promotion |
| 7. Umsetzung | Wer realisiert welche Maßnahme bis wann? |
| 8. Überprüfung | Welche Wirkung wurde erzielt? |
Typische Kennzahlen
- Umsatz, Absatz und Rohertrag
- Marktanteil und Käuferreichweite
- Conversion, Wiederkaufsrate und Warenkorb
- Bestandsreichweite, Verfügbarkeit und Abschriften
- Flächenproduktivität und Promotion-Wirkung
Abgrenzung zum Einkauf
Der Einkauf verhandelt unter anderem Konditionen, Mengen und Lieferanten. Category Management verbindet Shopper Insights, Sortimentslogik und wirtschaftliche Ziele. Die operative Verfügbarkeit bleibt zugleich Aufgabe von Einkauf und Beschaffungslogistik.
Häufige Fragen
Was ist ein Category Manager?
Er analysiert die Kategorie, formuliert Ziele und koordiniert Sortiment, Preis, Platzierung, Promotion und Umsetzung.
Gibt es Category Management nur im Handel?
Der Ansatz stammt aus dem Handel, lässt sich aber auch auf Dienstleistungen, Beschaffungsgruppen und digitale Sortimente übertragen.
Was ist die häufigste Schwäche?
Maßnahmen ohne klare Kategorie-Definition, Ausgangsdaten und messbare Zielwerte.
Quelle: GS1 Germany – Category-Management-Dossier. Fachlicher Prüfstand: 11.08.2026.