Was gehört zum Dispatch?
Nach Auftragseingang werden Anforderungen geprüft, Kapazitäten zugeordnet, Reihenfolgen und Routen festgelegt und Einsatzinformationen übermittelt. Während der Durchführung verarbeitet der Dispatch Status, Verspätungen und Störungen. Im Deutschen überschneiden sich Begriffe wie Disposition, Einsatzsteuerung und Versandfreigabe.
| Phase | Aufgabe | Ergebnis |
|---|---|---|
| Prüfung | Termin, Adresse, Ware, Restriktionen | ausführbarer Auftrag |
| Zuweisung | Fahrzeug, Fahrer, Tour, Zeitfenster | Ressourcenbindung |
| Freigabe | Auftrag und Dokumente übermitteln | Startbereitschaft |
| Überwachung | Status und Abweichungen verfolgen | aktuelle ETA |
| Abschluss | POD, Zeiten und Kosten prüfen | abrechenbarer Auftrag |
Dispatch und Disposition
Disposition plant und optimiert häufig im Voraus. Dispatch konzentriert sich stärker auf die kurzfristige Zuweisung und Ausführung. In kleineren Betrieben übernimmt ein Disponent beide Aufgaben; Softwaresysteme trennen Planung, Fahrer-App und Leitstand.
Dispatch im Versand
In Lager- und Versandsystemen kann „dispatch“ auch den Warenausgang oder die Freigabe einer Sendung bezeichnen. „Dispatch advice“ meint eine elektronische Versandankündigung, etwa die EDIFACT-Nachricht DESADV. Der konkrete Kontext entscheidet daher über die Übersetzung.
Wichtige Kennzahlen
- Auftragsannahme bis Freigabe
- pünktliche Abfahrt und Zustellung
- Auslastung und Leerkilometer
- Anzahl manueller Umplanungen
- Status-, ETA- und POD-Vollständigkeit
Häufige Fragen
Was ist ein Dispatcher?
Die Person oder Funktion, die Einsätze zuweist, freigibt und überwacht.
Ist Dispatch nur im Transport relevant?
Nein. Der Begriff wird auch in Serviceeinsätzen, Notfallsteuerung, IT und Energiewirtschaft verwendet.
Was ist ein Dispatch-System?
Eine Software, die Aufträge, Ressourcen, Status und Kommunikation für die operative Ausführung zusammenführt.
Quelle: GS1 – Dispatch Organization und SAP – Dispatch Advice. Fachlicher Prüfstand: 11.08.2026.