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Disposition: Definition und Beispiele

Disposition ist die kurz- bis mittelfristige Planung, Zuweisung und Steuerung verfügbarer Ressourcen. In der Logistik verbindet sie Kundenaufträge mit Fahrzeugen, Personal, Material, Kapazitäten und Terminen.

Welche Arten der Disposition gibt es?

BereichPlanungsobjektTypisches Ziel
TransportdispositionAufträge, Fahrzeuge, Fahrer, Tourentermingerechter Transport
MaterialdispositionBedarfe, Bestände, BestellungenVersorgung ohne Überbestand
ProduktionsdispositionAufträge, Maschinen, Reihenfolgenstabiler Fertigungsablauf
PersonaldispositionQualifikationen, Schichten, Einsatzortepassende Besetzung
LagerdispositionFlächen, Tore, Arbeitsmittelgleichmäßiger Durchsatz

Ablauf einer Transportdisposition

  1. Auftragsdaten und Restriktionen prüfen.
  2. verfügbare Kapazität und Positionen ermitteln.
  3. Aufträge bündeln und Ressourcen zuordnen.
  4. Route, Reihenfolge und Zeiten berechnen.
  5. Plan freigeben und an Beteiligte senden.
  6. Status überwachen und bei Abweichungen neu disponieren.

Ziele und Zielkonflikte

Disposition soll Service, Kosten, Auslastung und Stabilität gleichzeitig verbessern. Diese Ziele widersprechen sich teilweise: Maximale Auslastung kann Laufzeiten verlängern, große Sicherheitsbestände erhöhen Verfügbarkeit, aber binden Kapital. Gute Entscheidungen arbeiten deshalb mit Prioritäten und klaren Grenzwerten.

Disposition und Planung

Strategische Planung entscheidet über Netz, Standorte oder Flotte. Disposition setzt vorhandene Kapazitäten operativ ein. Der Disponent führt diese Funktion aus; Dispatch bezeichnet häufig die unmittelbare Freigabe und Steuerung eines bereits disponierten Einsatzes.

Benötigte Daten und Kennzahlen

  • Auftrags-, Termin- und Stammdatenqualität
  • Kapazität, Position und Verfügbarkeit
  • Auslastung, Leerkilometer und Kosten
  • Termin- und Liefertreue
  • Bestände, Fehlmengen und Reichweite

Häufige Fragen

Was bedeutet disponieren?

Verfügbare Mittel nach Bedarf einteilen und einer Aufgabe zuweisen.

Was ist eine automatische Disposition?

Ein System erzeugt Vorschläge oder Entscheidungen anhand definierter Regeln und Optimierungsziele; Ausnahmen benötigen weiterhin Kontrolle.

Warum wird umdisponiert?

Zum Beispiel bei Stau, Ausfall, Mengenänderung, Prioritätsauftrag oder fehlender Ware.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit – Transportdisposition. Fachlicher Prüfstand: 11.08.2026.

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