Welche Funktion hat ein Lieferschein?
Er verbindet Bestellung, Versand und Wareneingang. Empfänger gleichen sichtbare Packstücke und Artikel mit dem Dokument ab. Bei Abweichungen dient er zusammen mit Fotos, Vorbehalten und Transportdokumenten als wichtiger Prozessbeleg.
Typische Angaben
| Bereich | Angaben |
|---|---|
| Dokument | Lieferscheinnummer und Datum |
| Beteiligte | Absender, Empfänger und Lieferadresse |
| Auftrag | Bestell-, Kunden- oder Referenznummer |
| Ware | Artikel, Bezeichnung, Menge und Packstücke |
Ist ein Lieferschein Pflicht?
Für gewöhnliche Lieferungen besteht keine allgemeine Pflicht, immer einen Lieferschein mitzuführen. Vertrag, Branche, Zoll-, Gefahrgut- oder Steuerregeln können jedoch bestimmte Begleitunterlagen verlangen. Eine Rechnung darf einzelne Angaben auf den Lieferschein verweisen, wenn beide eindeutig verbunden sind.
Lieferschein, Rechnung und Frachtbrief
Der Lieferschein beschreibt die gelieferte Ware. Die Rechnung fordert Zahlung und enthält steuerliche Pflichtangaben. Der Frachtbrief dokumentiert den Beförderungsauftrag und transportbezogene Angaben.
Unterschrift und Aufbewahrung
Eine Empfängerunterschrift bestätigt regelmäßig die Übernahme, nicht automatisch mängelfreie Ware oder vollständige Inhaltsprüfung. Wird der Lieferschein zum Buchungsbeleg oder Bestandteil der Rechnung, können steuer- und handelsrechtliche Aufbewahrungspflichten gelten.
Häufige Fragen zum Lieferschein
Müssen Preise auf dem Lieferschein stehen?
Nein. Preise sind für seine Lieferfunktion nicht erforderlich und werden häufig bewusst weggelassen.
Ist ein digitaler Lieferschein zulässig?
In vielen Prozessen ja. Lesbarkeit, eindeutige Zuordnung, Integrität und gegebenenfalls Aufbewahrung müssen gewährleistet sein.
Was ist bei Schäden zu tun?
Sichtbare Schäden und Fehlmengen sollten bei Übergabe konkret dokumentiert und dem Frachtführer vorbehalten werden.
Quelle: Handels- und steuerrechtliche Einordnung abhängig von der Funktion des Lieferscheins im jeweiligen Geschäftsvorgang.